Banner
Home GenWiki Zeitschrift Regional Datenbanken DigiBib DES Software Mailinglisten Forum Vereine Links Hilfen/FAQs
GEDBAS FOKO GOV OFBs Adressbücher Familienanzeigen Grabsteine Totenzettel Verlustlisten 1. WK Literatur Metasuche

Home > Datenbanken > Ortsfamilienbücher > Apensen

Spacer Spacer
:: Wappen


 
:: Funktionen
Pfeil Gesamtliste der Familiennamen
Pfeil Geburtsorte auswärtiger Personen
Pfeil Sterbeorte weggezogener Personen
 
:: Statistik
26.121 Personen
8.153 Familien
 
:: Sprachen
English English
Dansk Dansk
Español Español
Francais Francais
Magyar Magyar
Lietuviškai Lietuviškai
Nederlands Nederlands
Polski Polski
Româneşte Româneşte
Русский Русский
Svenska Svenska
Slovenčina Slovenčina
Norsk Norsk
Português Português

Ortsfamilienbuch Apensen

Das Kirchspiel Apensen gehört zum Kirchenkreis Buxtehude. Es liegt auf der Geest, im Süden vom Landkreis Stade. Zu der heutigen Kirchengemeinde Apensen gehören die Orte: Apensen, Grundoldendorf, Ottensen, Nindorf, Goldbeck, Beckdorf, Sauensiek mit Löhe und Bockhorst, Wiegersen, Revenahe, Kammerbusch und Ruschwedel. Seit 1874 ist für diese Orte das Standesamt Apensen zuständig.

Im Verlauf der Gebiets- und Gemeindereform, die zum 1.7.1972 abgeschlossen wurde, haben sich für die bis dahin selbständigen Gemeinden einige Änderungen ergeben: Die Orte Wiegersen, Borrel, Revenahe und Kammerbusch bildeten zusammen mit Löhe und Bockhorst die Gemeinde Sauensiek. Nindorf und Goldbeck wurden der Gemeinde Beckdorf angeschlossen. Zusammen mit Grundoldendorf wurde Apensen die 3. Gemeinde und der Sitz der neu gegründeten Samtgemeinde Apensen. Der Ort Ruschwedel kam zum Flecken Harsefeld. Der Ort Ottensen wurde der Stadt Buxtehude angeschlossen. Mit diesem Wechsel änderte sich auch das zuständige Standesamt. Für die verbliebenen Orte blieb das Standesamt Apensen weiterhin zuständig.

Das Kirchspiel Apensen im Gericht Delm

Seit dem Mittelalter bildeten die Dörfer Grundoldendorf, Hedendorf, Neukloster, Vogelsang, Altkloster, Apensen, Ottensen, Nindorf, Goldbeck, Beckdorf, Sauensiek, Wiegersen, Borrel, Revenahe, Kammerbusch, Ruschwedel und Bliedersdorf das Gericht Delm. Es erstreckte sich von den Bächen Steinbeck und Aue im Westen, bis zu Goldbach und Este im Osten. Im Norden begrenzte der Hinterdeich und im Süden die Börde Sittensen den Gerichtsbezirk Delm. Der Gerichtsbezirk Delm umfasste also mehr als das heutige Kirchspiel Apensen. Vermutlich erstreckte sich das Kirchspiel Apensen im Mittelalter über alle Orte des Gerichts Delm.

Um 1700 (so Burchard Christoph Fexer) bildete Sauensiek mit Bredenhorn und Löhe mit Bockhorst (zum Kirchspiel Hollenstedt gehörend) ein eigenes Gericht. In dieser Zeit gehörte das Kirchspiel Apensen zum Altländer Kirchenkreis (Präpositur) mit 10 Gemeinden in der Marsch, Horneburg und Bliedersdorf mit Neukloster.

Das Kirchspiel Apensen umfasste in der Zeit um 1700 die Orte Apensen, Grundoldendorf, Nottensdorf, Hedendorf, Ottensen, Nindorf, Goldbeck, Beckdorf, Sauensiek, Wiegersen, Borrel, Revenahe, Kammerbusch und Ruschwedel. Im Jahre 1776 wechselte Hedendorf zum Kirchspiel Neukloster. Endgültig wurde Hedendorf aber erst 120 Jahre später (1906) abgetrennt und gegen Zahlung einer Ablösesumme mit den Parochiallasten zu Neukloster gelegt. Der Ort Nottensdorf wurde erst im Jahre 1857 ins Kirchspiel Horneburg umgepfarrt.

Die Gerichtsherren (Gerichtsjunker) auf dem Delm sind meistens Gutsherren in Apensen, Wiegersen, Nottensdorf und die Burgmänner in Horneburg. Das Patrimonialgericht Delm tagte einmal im Jahr. Meistens zwei Tage in Apensen und ein Tag in Bliedersdorf. Es wurde unterstützt von einem bestellten Syndikus aus Buxtehude. Um 1760 war es Diedrich Kerstens, Assessor und Syndikus, aus Buxtehude. Vor 1852, bis zur Aufhebung des Gerichts Delm, war es Friedrich Schaumburg (1826 Gerichtsverwalter, später Amtsrichter) aus Buxtehude. Zusätzlich wurde das Gericht von dem Grefe unterstützt, der auch die Kontribution erhob.

Das Siegel des Gerichts Delm enthält einen mit einem Schwert bewaffneten Arm der aus einer Wolke ragt. Es ist auf der Wetterfahne der alten Apenser Feldstein-Kirche von 1752 zu sehen.



Die alte Feldstein-Kirche wurde 1909 abgebrochen und die neu errichtete Kirche am 13.3.1910 eingeweiht.



Nachfragen, Korrekturen und Ergänzungen an: Heinz.Rehfinger@t-online.de

Heinz Rehfinger
Februar 2018

Quellen:

Kirchenbücher im Kirchspiel Apensen
Das älteste Kirchenbuch wurde, nach einer Visitation, von den Visitatioren mit nach Stade genommen. Dort ist es bei einem Bombardement der Stadt (1712) durch die Dänen verbrannt.

Im Jahre 1740 brannten das Pfarrhaus und der Kirchturm ab. Dabei wurde auch das Westende der Kirche selbst in Mitleidenschaft gezogen. Die älteren Kirchenbücher wurden dabei vernichtet. Darum beginnt das älteste Kirchenbuch in Apensen erst 1741. Ab dem Jahre 1715 mussten am Jahresende Abschriften der Kirchenbucheinträge angefertigt und an das Konsistorium geliefert werden. Sie sind aber nur für folgende Jahre erhalten geblieben:

1715 – 1726, 1746, 1751 + 1752, 1759 - 1852

Diese können im Niedersächsischen Landesarchiv - Standort Stade - eingesehen werden.

Abschriften der Kirchennebenbücher Apensen 1715 bis 1726, sowie der
  Kirchenbücher Apensen 1741 bis 1875 von Wilhelm Kranz (verst.).

Personenstandsregister des Standesamt Apensen im
Niedersächsisches Landesarchiv - Standort Stade - Signatur: St Rep. 184 acc.2009/059
*       1874 – 1902 erfasst und eingearbeitet
oo    1874 – 1934 erfasst und eingearbeitet
+      1874 – 1983 erfasst und eingearbeitet

Zusätzlich durchgesehen und eingearbeitet wurden die Eheregister von 1874 bis 1920
vom Standesamt Bliedersdorf Signatur: St-Rep. 184a acc. 2010/013 und
vom Standesamt Horneburg Signatur: St-Rep- 184a acc. 2010/014.
Sowie die Eheregister
vom Standesamt Altkloster von 1874 – 1932 Stadtarchiv Buxtehude und
vom Standesamt Buxtehude von 1874 – 1932 Stadtarchiv Buxtehude.

Weitere Quellen und Literatur:

Die Pastoren der Landeskirchen Hannovers und Schaumburg-Lippe seit der Reformation
Phillipp Meyer 1. Band 1941 und 2. Band 1942

Kopfsteuerbeschreibung von 1677 im Herzogtum Bremen
Von Jürgen Bohmbach

Das alte Gericht Delm und die dortigen früheren wirtschaftlichen Verhältnisse
Vortrag gehalten auf der Heimattagung in Apensen am 31. Januar 1926
von Hofbesitzer Claus Dammann, Ottensen
Stader Heimatbücher, Heft 9, November 1926

Inseln im Moor. Aus der Geschichte von Revenahe – Kammerbusch
Dr. Klaus Bredehöft, 1984

Das Kirchspiel Apensen vor 200 Jahren
Von Pastor W. Merz in Neuenkirchen im Altenlande 1913

Zu Hause in Nottensdorf, 1996
Christian Fuhst

Bliedersdorf, wie es wurde was es ist, 1988
Christian Fuhst / Gerhard Burfeind,

Hedendorf und Grundoldendorf, Chronik zweier Dörfer und ihrer Familien, 2001
Christian Fuhst / Gerhard Burfeind,

Familienverzeichnisse Bliedersdorf, Hedendorf, Neukloster, Grundoldendorf, Dammhausen
Gerhard Burfeind

Goldbeck, ein Dorf und seine Menschen im Wandel der Zeit
Manfred Kollmeyer, 1996

De Nindörper Plaggenhauer, Geschichte eines Dorfes und seiner Familien
Karl-Heinz Böttcher, 1993

Chronik des Dorfes Ottensen
Fritz Ehlers
Zusammengestellt und erweitert von H. G. Blank, E. Ehlers, W. Fleischer
Herausgegeben der Ortschaft Ottensen der Stadt Buxtehude 1975

Beckdorf, Landkreis Stade
Neue Wege einer ländlichen Gemeinde
Ludolf Lühmann
Selbstverlag der Gemeinde Beckdorf 1977

Apensen – früher und heute
Hans-Joachim Dammann & Uwe Dammann
Erschienen im Selbstverlag 1983

Auf dem Delm
Bilder und Geschichten aus der Samtgemeinde Apensen

Hans-Joachim Dammann & Uwe Dammann
Herausgeber: Kreissparkasse Stade 2007

1910 – 2010
100 Jahre Kirche in Apensen

Festschrift zusammengestellt von Christian Fuhst, 2009


::
Pfeil Bundesland Niedersachsen
Pfeil Kreis Stade
Pfeil Apensen im geschichtlichen Ortsverzeichnis GOV
Pfeil Offizielle Homepage
Pfeil Apensen in Wikipedia
Pfeil Lage, Stadtplan Apensen
Pfeil Meine Stadt: Apensen
::
Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heinz Rehfinger