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Ortsfamilienbuch Bremen-Hemelingen

Der heutige Bremer Stadtteil Hemelingen gehörte bis 1890 zum Kirchspiel Arbergen.
Dieses Ortsfamilienbuch  schließt nun die schon existierende Reihe der übrigen zu diesem Kirchspiel gehörenden Orte Arbergen, Mahndorf, Uphusen und Bollen ab, deren Ortsfamilienbücher ich früher schon erstellt hatte.

Vor einigen Jahren wurde des 775-jährigen Bestehens des ehemaligen Dorfes Hemelingen gedacht, obwohl anzunehmen ist, dass der Ort schon wesentlich früher besiedelt gewesen ist, gelegen auf der sogenannten Weserdüne zwischen Verden und Bremen. Für die Zeit vor 1800 war Hemelingen von der Bevölkerungszahl her der zweitgrößte Ort des Kirchspiels Arbergen nach Arbergen  selbst, gefolgt danach von Uphusen, Bollen und Mahndorf.
Diese Reihenfolge sollte sich dann später allerdings ganz entscheidend ändern.
1939 wurde Hemelingen zusammen mit Arbergen und Mahndorf nach Bremen eingemeindet.

Der augenblickliche Stand meiner Arbeit lässt sich so darstellen, dass alle in Hemelingen gegründeten Familien bis etwa 1890 erfasst sind., d.h. dass der Zeitraum abgedeckt ist, in dem Hemelingen zum Kirchspiel Arbergen gehörte. Dabei ist Hemelingen nicht zu verwechseln mit dem heutigen Ortsamtsbezirk Bremen-Hemelingen, der auch andere bremische Stadtteile beinhaltet. Weil die Arberger Kirchenbücher bei den Heiraten ab ca. 1877 leider verschollen sind, konnte ich diese Daten inzwischen glücklicherweise durch die Standsamtsregister, die ab ca. 1875 geführt wurden, ersetzen. Damit wurden auch die Daten der inzwischen gegründeten katholischen Kirchengemeinde Hemelingen mit aufgenommen, die auch vorher schon lückenhaft in den Arberger Kirchenbüchern mit notiert worden waren.

Als Quelle dienten mir die Arberger Kirchenbücher, die ab 1663, zunächst lückenhaft, vorhanden sind, oder besser gesagt, wieder vorhanden sind, nachdem sie jahrzehntelang infolge der Wirren des 2. Weltkrieges als verschollen galten  Für die Zeit vor Beginn der Kirchenbücher wurden zahlreiche im Niedersächsischen Staatsarchiv Stade lagernde Archivalien herangezogen, bei denen es sich meistens um Steuerlisten, Musterungslisten oder Volkszählungen handelte. Darin sind meistens nur männliche erwachsene Personen als Inhaber von Hofstellen aufgeführt. Deren Geburtsjahr ist dementsprechend oft nur grob zu schätzen gewesen.

Die leider schon verstorbenen Forscher Heinrich Martens, Hermann Bruns und Egon Feldmann hatten mit immensem Fleiß versucht gehabt, diese Quellen auszuwerten und zuzuordnen, auf ihre Arbeiten konnte ich dankenswerter Weise zurückgreifen.
Die Arbeit von Friedrich Rauer „Hemelingens Straßen, Ihre Geschichte“ ermöglichte mir zudem,  die Familien bestimmten Höfen zuzuordnen. Für die Zeit vor den Kirchenbüchern hatten die schon erwähnten Forscher Martens  und Bruns ähnliches versucht, was aber  nahezu unmöglich erscheint und mit großen Unsicherheiten behaftet ist. Es soll daher jedem Nutzer selbst überlassen bleiben, sich in diesem Falle seine eigene Ansicht zu bilden.

Auch gilt mein Dank vielen fleißigen Forscherfreunden der „Maus“, die mir geholfen haben, Daten von Personen aus anderen Kirchspielen, die nach Hemelingen gekommen sind, zu ergänzen. Naturgemäß spielt dabei die Arbeit von Ulrich Budler für das angrenzende Kirchspiel Achim eine ganz wesentliche Rolle.

In neuerer Zeit erfolgte dann ein vermehrter Zuzug von Personen aus umliegenden  Landgemeinden, wobei mir etliche weitere Forscherfreunde mit Daten halfen, insbesondere Karin Wilkens, Marie Renken, York Soltmann, Wolfgang Polley, Heinz-Hermann von Salzen und viele weitere, denen allen an dieser Stelle zu danken ist.

Die oben erwähnte Jahreszahl 1890 bedeutet grob genommen Heiratsdatum oder angenommenes Gründungsdatum einer Familie, d.h. später geborene Kinder wurden logischerweise mit erfasst. In Einzelfällen tauchen später gegründete Familien dank gelegentlicher Informationen aus Forscherkreisen mit auf.

Dank der durch die „Maus“ bereit gestellten Standesamtsregister habe ich darüber hinaus versucht, die Sterbedaten der 1890 und vorher existierenden Familien zu ergänzen, oftmals nur durch die Registernummern. Verwechslungen durch Namensgleichheit sind dabei nicht ausgeschlossen. Für etwaige Ergänzungen und/oder Berichtigungen bin ich daher dankbar.

Die Arbeit, die ich mir vorgenommen hatte, sollte damit erledigt sein. Es wird jedoch weitergehen, da für mich die Möglichkeit besteht, die Periode der Hemelinger Familien nach 1890 fortzusetzen. Das ist allerdings eine Fleißarbeit, weil die Bevölkerung Hemelingens durch die Industrialisierung erheblich angewachsen ist. Kurze Zeiträume werden daher umfangreiche Daten erfordern, weshalb noch nicht abzusehen ist, wann mit weiteren Ergänzungen zu rechnen sein wird.

                                                                              Bremen, im Mai 2019

                                                                                 Heinz Früchtenicht


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heinz Früchtenicht

Die MAUS - Gesellschaft für Familienforschung e. V. Bremen