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Ortsfamilienbuch Kuhnau

Vorgeschichte

Im März 2010 entdeckte ich in einer Mail der Oberschlesien-Liste den Hinweis, dass Juergen Spoida , dessen Vorfahren aus Kuhnau stammten, die Taufbücher von 1737 bis 1924 durchgearbeitet hat.  Darin sah ich eine Möglichkeit, die Spurensuche nach meinen Vorfahren  TRUTWIN wieder aufzunehmen
Ich schlug ihm vor, seine Datensammlung Kuhnau von mir in eine Excel-Datei übertragen zu lassen und die Familiennamen in die Oberschlesien-Liste zu stellen. Was auch geschehen ist.  
Herr Dr. Christoph überzeugte mich später, daraus ein Ortsfamilienbuch Kuhnau zu entwickeln.
Das vorliegende OFB ist noch unvollständig und gleicht eher einer Datensammlung, deren weiterer Ausbau aber vorgesehen ist. Es ist sicher nicht fehlerfrei , und daher kann keine Haftung übernommen werden.

Renate Wietschel, Biesow, Februar 2012


Parafia sw. Jana Chrzciciela
Römisch-Katholische Kirche

Taufstein Kirche und Alte Schule Principatus Silesiae
Oppoliensis 1736

Die   T r u t w i n ´s  waren über Generationen in dem vor den Toren Kreuzburgs gelegenen  Stiftsdorf Kuhnau ansässig.
Grundherren des Stiftsdorfes Kuhnau waren die Kreuzherren vom Roten Stern, die u.a. in Kuhnau 472 Morgen Land besaßen, das bearbeitet werden musste.
Die Hofhaltung der Kreuzherren verschlang riesige Summen. Um die eigenen Vorwerke rentabler zu gestalten, wurden die Bauern und Gärtner der Stiftsdörfer, zu denen auch Kuhnau, Kraskau, Neuhof, Kotschanowitz, Ober- und Niederkunzendorf und Lowkowitz gehörten, zu Robotdiensten verpflichtet.

Die mir bekannten Trutwin waren seit 1745 „Gärtner“ in Kuhnau.
„Das waren damals kleinere Landwirte, deren Besitz nicht der eigentlichen Dorfflur angehörte, sondern außerhalb der Bauernhöfe lag.
Die Gärtnerstellen wurden als zweitrangiger Besitz eingestuft. Die späteren Gärtnerstellen entstanden durch Abzweigung von Bauernhöfen oder durch Parzellierung unbesetzter Höfe.  Es gab Gärtner, die bis zu 25 Morgen Land besaßen und dadurch einem Viertelbauer gleichkamen und wie dieser sogar eigenes Gespann besaßen.
Durch Fleiß und Sparsamkeit hat mancher Bauer so viel Ackerland hinzuerworben, daß er zum Halbbauer aufgestiegen ist.
In der Zeit der Erbuntertänigkeit vor 1849 wurden auch die freien Gärtner zu Natural- und Dienstleistungen  herangezogen.
Man unterschied damals verschiedene Kategorien von Gärtnern, je nach Größe ihres Besitzes . Bespannte Gärtner leisteten in Dominaldörfern Spanndienste, wie etwa die Viertelbauern. Die Dreschgärtner, die nur wenig Land besaßen, leisteten ungemessene Handdienste“, so beschrieben in der „Chronik von Kunzendorf“ von Paul Gernot.

Der überwiegende Teil der Einwohner Kuhnaus wird im Kirchenbuch als  „Gärtner“ bzw. „Gärtnerin“ bezeichnet.

So leisteten auch Gärtner und Bauern aus den oben genannten benachbarten Stiftsdörfern auf dem Vorwerk Kuhnau Hand- und Spanndienste und umgekehrt.
Man kannte sich untereinander. Und so erklärt es sich für mich, dass immer wieder Ehen mit Partnern aus diesen Stiftsdörfern geschlossen wurden und ebenso auch die Paten von dort herkamen.
Das Dorf Kuhnau, südlich vom schlesischen Kreuzburg gelegen, wird 1253 erstmalig in einer Urkunde als Honowo oder Chonowo unter den Gütern des neu gestifteten  Spitals der Kreuzherren in Breslau erwähnt und ist eng mit der Geschichte des Ordens der Kreuzritter verbunden.
„Wer sind die Kreuzherren vom Roten Stern, die in der Gegend um Kreuzburg kolonisatorisch tätig waren?
Der Kreuzherren-Orden ist zur Zeit der Kreuzzüge  aus einer Laienverbrüderung hervorgegangen, die sich mit Krankenpflege befasste.

Im 15. Jh. hat sich die Laienverbrüderung in einen Priester- und Seelsorge-Orden umgewandelt. Um die Mitte des 17. Jh. legten sich die Kreuzherren den Titel eines Ritterordens zu.
Er setzte sich damals ausschließlich aus Priestern zusammen, die auf Außenseelsorge-Stationen Pfarrer und Kapläne waren“. (Gernot, Chronik von Kunzendorf).

Im 13. Jh. erwarben die Kreuzherrren im Kreuzburgischen  „durch Tausch“ die Dörfer Coiacowice (Kunzendorf), Leucowiz (Lowkowitz), Chozenowiz (Kotschanowitz) , Banc (Bankau), Cunowe (Kuhnau), eine Gegend zwischen Kotschanowitz und Tschapel, die als Wald bezeichnet wurde.  In diesem Wald wurden die Dörfer Cunowe (Kuhnau) und Crascowe (Kraskau) als Kreuzherrendörfer angelegt.
In dauerndem Besitz blieben nur bis 1810 Ober- und Niederkunzendorf, Lowkowitz, Kotschanowitz und Kuhnau mit Kraskau“.

In alten Dokumenten des 14. Jh. wird erwähnt, daß sich auf dem Friedhof des Dorfes Cuniow eine Holzkirche befand,  die bis zu ihrem Abbruch den Kreuzherren vom Roten Stern (Mathiasstift) zu Breslau unterstand.  Sie war 15 x 7,5 Meter groß, hatte einen hölzernen angebauten Glockenturm, eine teils flache, teils gewölbte Decke und alte Wandmalereien.

1698 erfolgte die Rekonstruktion und Erneuerung der alten Holzkirche.  Es wurde ein sog. Mischbau, wie er in Oberschlesien üblich war. Teilweise aus Ziegeln, Stein und Holz erneuert.  In den Jahren von 1799 bis

1800 wurde nach dem Abriß der alten Kirche die heutige Kirche errichtet.

Die übertragenen Tauf- und Geburtsdaten der katholischen Kirchenbücher Kuhnau umfassen den Zeitraum von Januar 1737 bis Januar 1854.

Bis zum Jahr 1766 wurden sie in lateinischer Sprache geführt.

Die Schreibweise der Familiennamen variiert stark und wird in der originalen Form wiedergegeben.
In der Kuhnauer Kirche wurden in diesem Zeitraum Kinder aus folgenden Orten getauft:

  • Kuhnau  -  Kuniów
  • Kraskau  -  Crasków
  • Kotschanowitz  -  Chocianowice  -  Kiefernrode
  • Klein Lassowitz  -  Schloßwalden  -  Lasowice Male
  • Groß Lassowitz  -  Oberwalden  -  Lasowice Wielki
  • Jaschin  -  Eschenwalde  -  Jasienie
  • Basan  -  Wacholdertal  -  Bazany
  • Neuhof   -  Nowy Dwór
  • Ciorka  -  Schorke  -  Ciarka
Bemerkungen / Quellen:
  • Chronik von Kunzendorf.
  • Aus der Geschichte der ehemaligen Stiftsdörfer Ober- und Niederkunzendorf  , Kreis Kreuzburg  O/S,  nach einem Manuskript von Paul Gernot aus dem Jahre 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Renate Wietschel