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Ortsfamilienbuch Lautenthal

In Lautenthal gibt es eine sehr alte Bergbautradition: um 1225 begann am Kranichsberg der Abbau von Edelmetallen (Kupfer, Silber, Blei);

Lautenthal wurde 1538 als Bergmannssiedlung gegründet, besiedelt besonders durch Bergleute aus dem Erzgebirge.
Caspar Bitter, geboren etwa um 1480, gilt als Begründer des Ortes, da er einen Silberfund machte (bis 1630 ist diese Familie in Lautenthal nachzuweisen).
1561 der Bau der alten (Holz-)Kirche, ab 1649 Bau der neuen Kirche (Fertigstellung 1659). Im Pfarrarchiv gibt es dazu ein Originalspendensammelbuch aus der Zeit um 1648 mit Spenden aus ganz Deutschland. Rathausbau 1570. 1690: 28 Erzgruben in Betrieb, 1740 waren es 35.
Für die Armen, Bedürftigen und Kranken leistete sich die Gemeinde ein Hospital, das noch heute steht.
 
Die Kirchenbücher beginnen mit dem Jahr 1622 (Taufen, Trauungen und Beerdigungen).
Taufbücher wurden regulär bis etwa 1684 geführt, danach immer lückenhafter, ab 1692 keine Taufeinträge bis 1695, 1696 5 Taufeinträge, 11 Taufen 1697, 8 Taufen 1698, 1699 fehlt ganz, ab 1700 wieder regulär Taufeinträge, die bis 1738 ausgewertet sind.
Traubücher bis März 1683, 2 Trauungen 1697, 2 1698, 3 1700, ab Juni 1705 regulär. Sie wurden bis einschließlich 1739 ausgewertet.
Sterbeeinträge wurden bis Nov. 1682 geführt, dann folgt eine große Lücke bis Januar 1718. Sie wurden bis 1740 regulär und bis 1748 teilweise von mir ausgewertet.
 
Durch den glücklichen Fund eines Kirchenstand- und Pfarrgeldregisters im Pfarrbüro aus der Zeit 1696-1702 konnte eine ganz erhebliche Lücke in der Forschung geschlossen werden, da nicht nur die Männer, sondern – sehr ungewöhnlich für die damalige Zeit – auch die Ehefrauen mit ihren Vor- und Mädchen-, bzw. Geburtsnamen darin erwähnt worden sind.
 
Weitere Lücken konnten durch die komplette Auswertung aller Patenangaben besonders ab 1700 geschlossen werden und können zukünftig auch weiter geschlossen werden (wenn die Paten ab 1739 ebenfalls ausgewertet werden, da es viele verwandtschaftliche Hinweise gibt).
 
Trauungen wurden bei Verlobten genau einen Sonntag vor der Hochzeit im Kommunikantenregister durch den Zusatz Sp. für Sponsus/Sponsa (Bräutigam/Braut) angegeben, weshalb es bei einigen Personen ein errechnetes Hochzeitsdatum gibt. Fehlt aber der Trauort und der Ehepartner, so hat die Trauung nicht in Lautenthal stattgefunden.
B steht für Beichte, C steht für eine Nennung im Kommunikantenregister, P für Pate, Rx für Witwe, Ux für Uxor = Ehefrau.
 
Viele Herkunftsorte werden nur im Kommunikantenregister, nicht aber im Traubuch genannt, was die Auswertung besonders lohnenswert gemacht hat. Auch familiäre Zusammenhänge sind dadurch ersichtlich geworden, die sonst im Dunkel gelegen hätten.
 
Besonderen Wert habe ich auf die Exulantenforschung gelegt, da hier der glückliche Zufall eine Rolle spielt, dass es klare Hinweise auf Herkunftsorte gibt. Besonders zu nennen sind Graslitz, Abertham, Bergstadt Platten, St. Joachimsthal, Schlaggenwald und weitere Orte im südlichen (böhmischen) Erzgebirge, deren Bewohner (später Sudetendeutsche genannt) ab 1624 entweder vom evang.-luth. Glauben wieder zum Katholizismus konvertieren, oder das Land verlassen mussten. Von diesen böhmischen Exulanten sind viele ins benachbarte Sachsen abgewandert, doch einige auch in den Harz. Sie bringen große Bergbauerfahrungen und auch profundes Wissen über das Sprengen (‚Schießen’) mit.
 
Aus beruflichen Gründen ruht die weitere Auswertung der Kirchenbücher ab 1738/1740.
 
Lutz Kühnl
Ant Haaskehörn 3
26736 Krummhörn


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Lutz Kühnl


Niedersächsischer Landesverein für Familienkunde e.V.