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Ortsfamilienbuch Münchingen

(heute Stadt Korntal-Münchingen, Stadtteil Münchingen)

Zeitraum
ca. 1500 bis ca. 1850

Ausgabe 07/2019

Herausgeber:

Stadtarchiv Korntal-Münchingen
Rathaus Münchingen
Rathausgasse
07150 / 9207-3102

Münchingen ist heute ein Stadtteil der 1975 im Zuge der Gemeindereform entstandenen Stadt Korntal-Münchingen im Kreis Ludwigsburg, Baden-Württemberg, mit ca. 10.000 Einwohnern einschließlich des Stadtteils Kallenberg. Die erste schriftliche Erwähnung Münchingens nimmt auf die herausragende Bodenqualität am Ort Bezug: „in optima terrae medulla“, also „im besten Mark des Landes“ lag die Bauernstelle, die die Chronik des Klosters Zwiefalten um 1135 als Schenkung verzeichnet. Aus meist klösterlichem Streubesitz heraus wuchs in der Folge eine Dorfgemeinde heran. Hierzu mag die Existenz einer ortsadeligen Familie beigetragen haben, die erstmalig im 12. Jahrhundert erwähnt wird. Die von Münchingen fungierten im 13. Jahrhundert als Dienstmannen und Güterverwalter oder Keller der Glemsgaugrafen im Ort, wo sie über Eigen- und Lehengut verfügten. Zu letzterem zählte eine Burg, die 1304 quellenmäßig belegt ist, aber in ihrer Entstehung sicher in das späte 13. Jahrhundert zurückreicht. Mit dem Glemsgau fiel das Dorf Münchingen im 14. Jahrhundert an Württemberg, und seit jener Zeit treten die Herren von Münchingen häufig in landesherrlichen Diensten in Erscheinung, bisweilen in hervorgehobenen Positionen. Das trifft auch auf Werner von Münchingen zu, der nach Studium in Tübingen, Heidelberg und Ingolstadt  als Hofgerichtsassessor in Tübingen, Obervogt in Leonberg und bis zu seinem Tod als herzoglicher Kammermeister diente. Im Auftrag Herzog Christophs besuchte er 1552 das Konzil von Trient und 1555 den Augsburger Reichstag. Der Umbau der alten Münchinger Burg zu einem zeitgemäßen Adelssitz, dem heutigen „Alten Schloss“,  war Ausdruck eines seinem Rang entsprechenden  Repräsentationsbedürfnisses.  

Das Dorf Münchingen muss in der Mitte des 16. Jahrhunderts geradezu einer Großbaustelle geglichen haben. Denn neben dem erwähnten Schlossbau führte einen Steinwurf entfernt der württ. Kanzler Dr. Johann Feßler einen neuen Fachwerkbau im Esslinger Spitalhof auf, den er 1557 als Lehen übertragen bekommen hatte. Zwei leitende „Landesbeamte“ betätigten sich zeitgleich als Bauherren in Münchingen. Ein knappes Jahrhundert später ereilte die Gemeinde der Dreißigjährige Krieg. 1643 setzten lothringische Truppen den Ort in Brand. Kirche, Schule, Rathaus und zahlreiche Bürgerhäuser wurden ein Raub der Flammen. Doch erstaunlich schnell erholte sich das Dorf von dieser Katastrophe. Der  prächtige Rathausbau von 1687 kündete von wiedererlangter Prosperität und Bürgerstolz. Dieser erhielt weitere Nahrung, als Herzog Eberhard Ludwig dem Flecken im Jahre 1720 ein Marktprivileg erteilte. Wenig später zog in Person des Grenadierhauptmanns August Friedrich von Harling der Vertreter eines neuen Adelsgeschlechts in das Münchinger Schloss, das er postwendend um ein den adligen Wohnbedürfnissen der Zeit entsprechendes Palais erweiterte („Neues Schloss“). Im 19. Jahrhundert erfuhr die dörfliche Sozialstruktur einschneidende Veränderungen. Der Ortsadel zog sich aus Münchingen zurück, sein Besitz gelangte in die Hände vermögender Wirts- und Bauerndynastien. Von diesen gab es eine ganze Reihe im Ort, denen die Gruppe mittelloser Knechte und Mägde, Taglöhner und kleiner Handwerker schroff gegenüberstand. Mit der einsetzenden Industrialisierung im Stuttgarter Raum fand diese Bevölkerungsschicht zunehmend in den Fabriken in Zuffenhausen oder Feuerbach  Beschäftigung. Die 1906 eingeweihte Strohgäubahn beförderte bereits in den 1920er Jahren ca. 300 Münchinger Pendler pro Tag. Örtliche Industriebetriebe siedelten sich in den 1930er Jahren entlang der Landstraße am Kallenberg an, wo sich im Laufe der Jahre ein Münchinger Vorort herausbildete. Heute ist Kallenberg einer der drei Ortsteile von Korntal-Münchingen.

Datenherkunft

Die Datenbank wurde zwischen 1980 und 2005 von Herrn Robert Takatsch erstellt, der  leider vor Abschluss seiner Arbeit verstarb. Die vorliegende Bearbeitung und weitere Betreuung der Datenbank hat freundlicherweise Herr Joachim Glauner übernommen, der auch Korrekturen und Ergänzungen entgegen nimmt.

Für das vorliegende Ortsfamilienbuch wurden im Wesentlichen die Kirchenbücher von Münchingen vollständig erfasst (Taufbücher: 1569-1630, 1707-1894 (1630-1707 verbrannt); Ehebücher: 1650-1705, 1788-1919; Totenbücher: 1596-1891; Konfirmandenregister: 1723-1947; Familienregister: 1712ff., 1753ff., 1808ff., 1836ff., 1863ff.). Eine weitere wichtige Quelle bildete die Reihe der Inventuren und Teilungen.

Die Daten der Adelsfamilien „von Münchingen“ und „von Harling“ wurden, sofern nichts anderes angegeben, durch die Angaben im „Münchinger Heimatbrief, Heft 2“ ergänzt.

Trotz sorgfältigstem Studium und Auswertung der verfügbaren Quellen sind vereinzelt unlogische Daten oder Zusammenhänge möglich.

Auch sind, aus unterschiedlichen Gründen, teilweise nicht zu klärende Fragen (mit (?) gekennzeichnet) offen geblieben. 
Diesbezüglich vertiefte personen- oder familienbezogene Nachforschungen zu betreiben, bleiben dem jeweiligen Interessenten überlassen. Überprüfungen anhand der angegebenen Quellen werden empfohlen.

Über falsche oder ergänzende Daten bitte den Herausgeber dieses OFB‘s bzw. den genannten weiteren Bearbeiter informieren. Für die Richtigkeit der Daten wird nicht gehaftet.

Die Familiennamen wurden i. d. R. in der heutigen Schreibweise übernommen, da die Schreibweise je nach Pfarrer häufig wechselte.

Die Vornamen wurden i.d.R. nach dem Taufeintrag übernommen, auch hier schrieb jeder Pfarrer individuell. Beispiele sind Jakob/Jacob, Karl/Carl, Karoline/Caroline, Katharine / Katharina / Catharine / Catharina, u.v.a.

Anleitung zum Gebrauch des Ortsfamilienbuchs:

Personen, welche in den Quellen nur mit Vornamen benannt sind und somit mittels Geburtsnamen nicht näher beschrieben waren, sind mit (oo) einer Bezugsperson (i.d.R. dem Ehegatten) zugeordnet. und sind somit mehrheitlich über den gemeinsamen Familienamen zu finden.
Wo zur Unterscheidung von Personen mit gleichen Familien- und Vornamen eine Differenzierung erforderlich war, wurden diese mit einer Nummer (1) indexiert. Wegen verschiedener Familienstämme sind diese Nummern nicht zwingend chronologisch vergeben.
Ortsnamen sind, soweit nachvollziehbar, bzgl. Kreis-, Land- und Staatszugehörigkeit mit den Buchstaben der polizeilichen. Kennzeichen benannt.

Rechtliche Hinweise

Für den Inhalt externer Links wird keine Haftung übernommen....
 




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Joachim Glauner