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Ortsfamilienbuch Alte Grafschaft Veldenz/Mosel

Veldenz liegt in einem Seitental zum Hunsrück hin, etwa 8 km moselaufwärts von Bernkastel-Kues. Steile Berge schützen den Ort und die hervorragenden Weinlagen vor kalten Ostwinden und lassen einen besonders guten Tropfen reifen. Daß der Wein schon zu Römerzeiten hier angebaut wurde, lassen Ausgrabungen erkennen. Childerich II. schenkte um 580 dem Kloster Verdun diesen gesegneten Landstrich „... des Weines wegen“. Die Grafschaft Veldenz war im Mittelalter eine einflussreiche und reiche „Staatsmacht“, mit eigener Münze und dem Stadtrecht, das schon 1286 verliehen wurde. Die Lehensschaft zum Kloster Verdun war für Ludwig XIV. der Grund im sog. Reunionskrieg seine Hand auf Veldenz mit seinen reichen Besitzungen in der Pfalz zu legen. Auch die nachfolgenden „Ritte nach Osten“ der französischen Könige, wie im „Spanischen Erbfolgekrieg“, dann im „Polnischen Erbfolgekrieg“ usw. blieben nicht ohne Beeinträchtigung der Lebenswelt der Veldenzer Einwohner, wie auch im Kirchenbuch gelegentlich aufgezeichnet ist. Der Titel „Graf von Veldenz“ war ein besonderer Ehrentitel und als Ende des 18. Jahrhunderts die pfälzischen Wittelsbacher die Kurpfalz und Bayern erbten und Maximilian Joseph 1806 bayrischer König  wurde, führte er auch diesen Titel.

Die 3 Kirchenbücher der Kirchengemeinde Veldenz (lutherisch) mit Burgen, Gornhausen, Thal-Veldenz, genannt wird auch noch Hirzlay, Fahls, Hammer, Bergwerk, die aber größtenteils nur zeitweilig genannt und betreut worden sind, werden unter der Nr. 111 in der Archivstelle Boppard der Evangelischen Kirche im Rheinland geführt (nähere Angaben zu Taufen, Hochzeiten und Sterbeeinträgen siehe unten).

Die Daten sind den Kirchenbüchern von Veldenz und Mülheim, sowie den Familienbüchern Mark Thalfang (Detemple), Kleinich (Schößler), Rhaunen (Bolz), Laufersweiler (Bolz) und Hausen (Schmieden) entnommen. Ferner sind aus weiteren Veröffentlichungen, wie den Pfarrerbüchern von Biundo, Rosenkranz, Penningroth und Bopp u.a. Daten herausgesucht und zu den Personen aus dem Familienbuch Veldenz hinzugefügt worden, z. B. um die Lebens- und Sterbedaten einer Person, die in Veldenz geboren ist zu ergänzen.
Die Daten wurden von Otto Bremm mit großer Sorgfalt zusammengetragen. Fehler sind bei dem Quellenmaterial naturgemäß nicht auszuschließen. Nachfragen, Änderungen und Ergänzungen zu den Daten bitte an ihn:
 Otto Bremm ( otto.bremm@kabelbw.de )
Der Leser ist aufgerufen, seinen Teil dazu beizutragen, dass der Datenbestand immer besser wird. Eine Gewähr für fehlerhafte Daten kann der Autor nicht übernehmen.
Beachten Sie bitte auch die persönlichen Anmerkungen zur Vorgeschichte der Erstellung dieses Familienbuches.

  

Anmerkungen zur Vorgeschichte der Erstellung dieses Familienbuchs

"Veldenz, dem kleinen, lieblichen Weinort im „schönsten Seitental der Mosel“, gehört seit Kindheitstagen meine besondere Liebe. Hier verlebte ich, bei meiner Großmutter und bei Verwandten, sonnige und frohe Kindheits- und Jugendtage. Auch heute, mit mehr als 70 Jahren, verbringe ich jährlich etliche Urlaubstage in diesem schönen Ort. Wahrscheinlich sind auch die vielen Vorfahrengenerationen, die in Veldenz lebten, meine Klammer an Veldenz. So war es wohl nicht verwunderlich, daß ich bei meiner Ahnenforschung, die ich jetzt fast 2 Jahrzehnte betreibe, immer wieder die alten evangelischen Veldenzer Kirchenbücher in die Hand nahm, um nach Vorfahren zu suchen. Ich schrieb fleißig die gefundenen Daten auf, fuhr wieder nach Offenburg, wo ich seit fast 4 Jahrzehnten wohne, und bearbeitete und erfaßte die Daten. Dabei stieß ich leider immer wieder auf Ungereimtheiten, d. h. die neuen Daten stimmten nicht in allen Fällen mit den bisher aufgezeichneten überein. Also bei nächster Gelegenheit wieder nach Koblenz oder Bernkastel, um zu klären.
Vor etwa 3 Jahren faßte ich dann den Entschluß, die ganzen Kirchenbücher zu erfassen und meine Familienforschung mal vorerst aufs Eis zu legen. Es wurde eine mühsame Arbeit, vor allem auch deshalb, weil Zeit und Geld es nicht erlaubten, jederzeit den weiten Weg zu fahren. Dann kam hinzu, daß die Eintragungen in den Kirchenbüchern  nicht zu allen Zeiten gleich gut geschrieben waren. Schwierig wurde es auch dadurch, daß einige Seiten fehlten, daß bei Vakanzen nur sporadisch Eintragungen gemacht wurden, daß Vor- und Zunamen für gleiche Personen immer wieder wechselten. Betrachtet man aber den ganzen Zeitraum von 150 Jahren, dann waren dies Ausnahmen von der Regel einer ordentlichen Kirchenbuchführung. Die Übergangszeit am Ende des 18. Jahrhunderts brachte dann leider noch einmal Lücken, weshalb ich Trau- und Todesdaten des 19. Jahrhunderts zusätzlich erfaßte, um rückwärts erfaßt, eine gesicherte Familienzuordnung vornehmen zu können. Weiteres zu den Kirchenbüchern siehe unten.
Ich will auf eine nähere Ortsbeschreibung, auf ausführliche Erläuterungen zur Geschichte usw. verzichten. Es würde den Rahmen dieser Vorbemerkungen sprengen. Zur Orts-, zur Bergwerks-, zur Münzgeschichte usw. kann ich auf die verschiedenen Veröffentlichungen in Jahrbüchern des Kreises Bernkastel-Wittlich, in den Mittelmosel-Nachrichten, in den Festschriften der Ortsverwaltung Veldenz hinweisen. Ferner ist eine Arbeitsgruppe der Universität Trier damit beschäftigt, die Ortsgeschichte wissenschaftlich aufzubereiten. Nicht zuletzt möchte ich auf ein Heimatbuch hinweisen: „Die Grafschaft Veldenz in alten Bildern“."

Otto Bremm

Nähere Angaben zu den Tauf-, Hochzeits- und Sterbeeinträgen

Taufen:
Erster Taufeintrag war vom 22. März 1646, dann 3 weitere Einträge für 1646, für 1647 keinen Eintrag, 1648 und 1649 je 2 Einträge, 1650 waren 2 unvollständige Einträge, 1 vollständiger Eintrag. Ab April 1651 sind wohl regelmäßig Einträge vorgenommen worden. 1653 sind zwischen einzelnen Einträgen große Zwischenräume leer geblieben. Das kann darauf hinweisen, daß Taufeinträge fehlen (wahrscheinlich Krankheit oder Versetzung des Pfarrers Brillio).
Ab 30.4.1654 folgen Eintragungen des neuen Pfarrers Honsdorff. Die Einträge sind umfassend, übersichtlich und - wie ich das nach über 300 Jahren beurteilen kann - ziemlich vollständig. Manchmal fehlen einige Daten, z. B. Taufdatum S. 25, oder Taufnamen oder auch einzelne Personen, die in Veldenz/Burgen/Gornhausen geboren sein müssen, wie man aus späterer Heirat schließen kann. Leider fehlen fast ganz Hinweise auf Familienzugehörigkeit, wie es z. T. in anderen Kirchenbüchern zu finden ist. Gemeint ist z. B. der Hinweis: der Taufpate ist der Bruder des Kindsvaters o. ä.. Es fehlen alle Taufeinträge in der Zeit zwischen dem 29.8.1683 bis zum 10.9.1684 (sh. Seite 110). Am 27.12.1691 steht der letzte Taufeintrag des Pfarrers Honsdorff, er verstarb am 10.1.1692.
Am 27. Januar 1692 folgt der 1. Eintrag von Pfarrer Arnoldi. Die Taufeintragungen werden in der vorgegebenen Weise fortgesetzt. Fehlendes Taufdatum: Seite 204, ab 1721 wahrscheinlich krankheitsbedingt einzelne Fehleinträge, vielleicht auch fehlende Einträge. Am 29. 1. 1722 verstirbt Pfarrer Arnoldi.
Für den Übergang übernimmt Pfarrer Faust von Mülheim Taufen und Eintragungen.
Nach der Schrift zu urteilen, übernimmt Pfarrer Waltz ab Februar 1722 Taufen. Er beginnt eine neue Form der Einträge, auch sauber und ordentlich. Ab 1725 wird ein neues Taufbuch geführt. Letzte Eintragung der Taufen erfolgte durch Pfarrer Waltz zum 21. September 1747, am 24.10.1747 ist er verstorben.
Im Oktober erfolgte nur 1 Taufeintrag, im November beginnt Pfarrer Lang mit Taufeinträgen. Er wählt eine Kästchenform, die manchmal zu geringen Platz zum Eintrag der Paten läßt. (S. 189/190 sind Personen aufgeführt, die etwa 1778/79 geboren sind. Möglicherweise ist dies eine Aufstellung der Konfirmanden von 1791/92). Mit dem 3. July enden die Eintragungen durch Pfarrer Lang, verstorben am 4.10.1767.
Nach einer kurzen Vertretungsphase werden ab 8.12.1767 die Eintragungen durch Pfarrer Joh. Philipp Herrmann vorgenommen. Die Eintragungen sind wieder in der vorher bekannten Art, sauber, ordentlich, vollständig vorgenommen worden. Letzte Eintragung ist vom 21. April 1786, er ist um den 1.8.1786 verstorben.
Für die Monate April bis Juli sind nur wenige Eintragungen gemacht worden, am 11. August beginnen die Eintragungen des neuen Pfarrers Michaelis. S. 419 a+b sind Todesfälle und weitere Taufen eingetragen, es folgt eine halbe Leerseite, in die wohl weitere Eintragungen kommen sollten. Manche Eintragungen leiden - m. E. nach - unter den geringen Kenntnissen der Familiennamen seiner Gemeindekinder, so schreibt er mehrfach vom Taufvater und seiner Hausfrau, z. B. S. 429: Peter Pältzer der Ältere und seine eheliche Hausfrau. Zur gleichen Zeit lebten 4 Peter P., 2 etwa gleichaltrig, alle 4 bekamen in diesen Jahren Kinder. Eine Zuordnung ist schwer. In freie Räume wurden nachträglich von anderen Taufeinträge vorgenommen (S. 433). S. 480 entschuldigt er sich für "die öfter .. Abänderungen der Gevatter Namen sind wegen der dummen Angaben der Eltern und nachmaliger angegebener Irrung...". Am 5.2.1795 erfolgte die letzte Eintragung, am 9.2.1795 verstarb Pfarrer Michaelis.
In der folgenden Übergangszeit sind nur wenige Eintragungen durch Pfarrvertretungen.
Ab April 1795 werden wieder geordnet durch Pfarrer (Philipp Christian?) Herrmann Taufen eingetragen. Letzte Eintragung 3. August 1798, dann wird das Taufbuch von der Gemeindeverwaltung übernommen, noch 1 Geburtsact vom 29.8.1798 steht im Kirchenbuch, weitere sind in einer gesonderten Aufzeichnung vorhanden.

Hochzeiten (Copulationen):
Begonnen wurden die Eintragungen mit einer unvollständigen Anzeige einer Hochzeit aus dem Jahre 1650, für 1651 sind 5 Trauungen, davon 1 unvollständig, erwähnt.
Ab 1654 trägt Pfarrer Honsdorff die Trauungen ein, leider häufig ohne Familienhinweise, z. B. "... Hochzeit gehalten Hans Mattheiß Heitz und Anna Catharina Wagner". Aus welchen Familien? Wie heißen die Eltern? Das bleibt jahrelang leider völlig offen, sodaß es schwer war, Zuordnungen vorzunehmen. (Dazwischen S. 311, Verzeichnis derer so lutherisch geworden). In den 70-er Jahren werden die Angaben zu den Familien besser. S. 317 Eintragungen von anderer Hand. Als Nachtrag steht auf S. 316 unten, daß ein Brautpaar, da es zur Hochzeit die Einwilligung der Eltern nicht erhielt, nach Trarbach geflohen ist und sich in der französischen Garnison copulieren lassen hat. Zur Strafe kamen beide ins Gefängnis. Sie kamen aber wieder nach Burgen zurück, hatten 3 Kinder, sind dann aber wohl verzogen.
19.6.1691 heiratet Friedrich Arnoldi noch als Diacon, ab 1692 ist er Pfarrer in Veldenz. Die Eintragungen sind ordentlich, wenn auch mitunter schwer zu lesen.
Ab April 1722 traut Pfarrer Thomas Waltz in Veldenz. Seine Eintragungen sind übersichtlicher. S. 361 sind Gestorbene vom Pastor Johannes Brillio für die Jahre 1650/51 eingetragen.
13.6.1747 datiert die letzte Eintragung vom Pfarrer Waltz, am 20.2.1748 die erste vom Pfarrer Lang. Er spart mächtig zu Lasten der Übersichtlichkeit mit dem Platz: 10, 12, ja 16 Trauungen auf einer Seite! 25. August 1767 (3 Hochzeiten) sind die letzten Eintragungen vom Pfarrer Lang.
Ab 1768 trägt Pfarrer Herrman Trauungen ein. Seine Eintragungen sind lesbar.
Ab November 1786 ist Consistorialrat Michaelis Pfarrer in Veldenz. Die Seiten 65 bis 69 (1788 bis 1791) sprechen für sich. Eine Identifikation oder Zuordnung der Personen ist schwierig und konnte nur einigermaßen sicher erreicht werden durch Nachforschungen von Standesamtseintragungen (Hochzeiten, Sterbefälle) im 19. Jahrhundert. Es fehlen Eintragungen zwischen dem 15.1.1793 und Febr. 1795.
Für die Jahre 1795 bis 1798 gibt es eine Reihe von Eintragungen durch Pfarrer Herrmann, ehe die Civilverwaltung Hochzeitseinträge durchführt.

Sterbeeinträge:
1650 beginnen die Einträge, z. T. ohne Datum, ohne Alter, ohne Namen.
Ab 1654 werden die Eintragungen mit der Übernahme durch Pfarrer Honsdorff etwas besser, 20 - 23 Sterbefälle auf einer Seite sind keine Seltenheit, sogar 25 oder 26 (S. 379) Eintragungen erschweren natürlich die Erfassung der Daten.
Die Sterbeeinträge durch Pfarrer Arnoldi sind auch nicht viel besser.
Pfarrer Waltz Sterbeeinträge sind übersichtlicher und wesentlich besser zu bearbeiten, leider fehlen im Anfang manche Daten: Name, Alter, Sterbedatum (S. 444, 446, 448, 450 u.a.) S. 465 bis 480 verschiedene Einträge: Männer-Stühle, Weiber Stühle, Gebühren, Zuwendungen.
Ab 1748 ist für den Erfasser wiederum eine schwere Zeit, man sehe sich die Seiten 165 bis 185 an!
Die folgenden Einträge von Pfarrer Herrmann sind ordentlich und gut lesbar.
Die Sterbeeinträge der letzten 1 1/2 Jahrzehnte werden von verschiedenen Pfarrern oder Diacone vorgenommen und sind unterschiedlich in der Bearbeitung. Während der Vakanzen kann es zu fehlenden Eintragungen gekommen sein (z. B. 1786, S. 253 fehlen Einträge für über ein halbes Jahr). Auch hier führte eine nachträgliche Erfassung durch Suchen in den Standesamtsunterlagen häufig zum Erfolg, z. B. steht bei der Hochzeit der Kinder, manchmal auch der Enkel, wann die Eltern oder Großeltern verstorben sind. Das erklärt auch, warum ich 3 Jahre für die Erstellung dieses Familienbuches benötigte.

Otto Bremm

 


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Otto Bremm