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Ortsfamilienbuch Wilsum

Evangelisch - reformierte Gemeinde Wilsum

Seit dem Bestehen der Gemeinde Uelsen (690) gehörte die Gemeinde Wilsum zum Kirchspiel Uelsen. Die Gläubigen aus Wilsum besuchten die dortige Kirche. Für sie bedeutete der Besuch des Gotteshauses in Uelsen jeweils einen beschwerlichen Fußmarsch durch die Wilsumer Berge. Der Kirchenrat von Uelsen kam den WiIsumern jedoch um das Jahr 1400 entgegen und baute in Wilsum eine kleine Kapelle, die von den Geistlichen aus Uelsen bedient wurde. Das Grundstück hierzu stellte die Hauptkirche von Oldenzaal zur Verfügung, denen das Erbe Stoete um die Zeit gehörte. Die Kapelle von Wilsum wurde dem Heiligen Antonius geweiht. - Graf Everwyn von Bentheim kam den Wilsumern am 25. Juli 1511 noch weiter entgegen, indem er dieser Außenstelle einen eigenen Kaplan gestattet. Aus dem sogenannten „Mönchsbuch", dem Kirchmeisterbuch vom Kirchspiel Uelsen, geht hervor, dass der aus Schüttorf stammende Priester Johan Düwelken erster Seelsorger in Wilsum gewesen ist (1528). Die Mutter des jungen Geistlichen, Engelke Düwelken, war damals verwitwet und soll ihrem Sohn den Haushalt geführt haben. - Die Düwelkens waren zu der Zeit in Schüttorf begütert. Beim Amtsantritt des jungen Priesters waren sie in der Lage, der Kirchspielgemeinde Uelsen mit einem ansehnlichen Betrag unter die Arme zu greifen. - Wieviel Jahre Kaplan Düwelken in Wilsum die Messe gelesen hat, ist nicht bekannt, 1541 ist er noch dort tätig.

Kapelle und Vikarie scheinen in der Reformation suspendiert worden zu sein. Ab 1613 werden die Kapelle und die Vikarie (Wilsum) vom Oberkirchenrat und geistlichen Rentamt verwaltet. Die Prediger von Uelsen predigten donnerstags in der Wilsumer Kapelle. Die lutherische Gottesdienstordnung wurde im Jahre 1588 durch die reformierte Form des Glaubens ersetzt. Die Neubegründung der Gemeinde ist 1662 von Uelsen aus vorgenommen worden.  Graf Ernst-Wilhelm genehmigte der Gemeinde Wilsum wieder einen eigenen Seelsorger, der aus Zwolle stammende Prediger Johannes Töllner wurde von Uelsen nach Wilsum versetzt.

Der Grundstein der neuen Kirche wurde am 15. Mai 1725 gelegt. Diese Kirche wurde am 2. Mai 1773 ein Opfer der Flammen. Kirchturm und Kirchendach sanken mit noch sechs um die Kirche herum stehende Häuser in Asche zusammen. Prinz von Oranien, Nutznießer vieler Wilsumer Erben, stellte am 17. Oktober 1773 zur Reparatur von Kirche und Turm 2000 Gulden zur Verfügung. So konnte die Kirche wieder aufgebaut werden.

Die Loslösung aus dem Kirchspiel Uelsen wurde nach Zahlung einer Ablösungssumme, die am 2. Januar 1862 von den Gemeindegliedern eingezahlt wurde, erreicht. Wilsum war nun offiziell eine eigenständige Kirchengemeinde. Pastor war zu dieser Zeit Reinhart Klaaßen, der aus Critzum, Kreis Leer, stammte.

(Siehe auch: EBF, Heft 45, Band 9, S. 117 ff.)

Bemerkungen / Quellen:

Für die Datenbank wurden folgende Quellen ausgewertet:

Evangelisch-reformierte Gemeinde Wilsum:

  • Taufregister 1702 - 1859, 1853 - 1905,
  • Konfirmanden 1702 - 1859, 1861 - 1904
  • Heiratsregister 1702 - 1859
  • Begrabene ab 1853 - 1905

Die Daten wurden von Theodor Davina (1943 – 2011) zusammengestellt.
(Theodor Davina war Mitglied im "Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft e.V.")

Nachfragen, Änderungen und Ergänzungen zu den Daten:
“Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft, e.V.” (AFEL),
Betreuer: Jan-Hindrik Boerrigter, E-Mail: ofb@genealogie-emsland-bentheim.de
 


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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft e.V.


Arbeitskreis Familienforschung der Emsländischen Landschaft e. V. (AFEL)