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Familiendatenbank (Berlin-)Wartenberg

 

500 Jahre Familiengeschichte in einem Gutsdorf bei Berlin

 

 

Enthält: Dorf Wartenberg, Gut Wartenberg - siehe OpenStreetMap

Zeitraum: 1540 - 1874

 

Historische Zugehörigkeit: Wartenberg, Kreis Niederbarnim, Provinz Brandenburg, Preußen

Zugehörigkeit seit 1920: Berlin (Bezirk Weißensee 1920-1985, Bezirk Hohenschönhausen 1985-2001, Bezirk Lichtenberg seit 2001)

 

Zur Ortsgeschichte siehe: Historisches Ortslexikon für Brandenburg. Teil VI: Barnim. Bearbeitet von Lieselott Enders unter Mitarbeit von Margot Beck. Weimar 1980 (=Veröffentlichungen des Staatsarchivs Potsdam, Bd. 16)


Personenstandsquellen

Evangelische Kirchenbücher

Wartenberg war stets ein Kirchdorf. Die spätromanische Kirche stammte aus der Mitte des 13. Jahrhunderts. Bereits bei der ersten evangelischen Kirchenvisitation (1540) wird Wartenberg als Mutterkirche (mit Falkenberg als Filial) bezeichnet.[1] Beide Kirchengemeinden gehörten ab 1808 als Tochterkirchen zu Malchow. Die Wartenberger Kirche wurde am 21. April 1945 durch Angehörige der Wehrmacht gesprengt (gemeinsam mit den Kirchen in Falkenberg und Malchow) und nach dem Zweiten Weltkrieg nicht wieder aufgebaut, sondern ihre Reste vollständig beseitigt. Erst nach der politischen Wende konnte ein neues Gotteshaus errichtet und im Jahre 2000 eingeweiht werden, allerdings nicht mehr im historischen Dorfkern, sondern im Neubaugebiet an der Falkenberger Chaussee.[2] 

Die evangelischen Kirchenbücher von Wartenberg sind ab 1665 erhalten. Sie wurden im Jahre 1940 durch die Reichsstelle für Sippenforschung fotografiert, allerdings linke und rechte Seiten getrennt, was eine Recherche erheblich erschwert. Die Mikrofilme befinden sich heute im Sächsischen Staatsarchiv in Leipzig:[3]

  • A 6673: Gesamtkirchenbuch 1665-1776
  • A 6674: Gesamtkirchenbuch 1776-1835
  • A 6675: Gesamtkirchenbuch 1836-1875

Kopien dieser Mikrofilme wurden im Jahre 1982 von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" (USA) erworben. Sie sind online in Familysearch (Film 1271179 und 1271180) und Ancestry (Film 1271179 und 1271180 in der Sammlung "Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1567-1945").

Im Zuge einer (erneuten) Sicherungsverfilmung (1997/98) wurden Mikrofiches angefertigt, die im Evangelischen Landeskirchlichen Archiv in Berlin im Rahmen der Schutzfristen (Taufen 90 Jahre, Konfirmationen 75 Jahre, Trauungen 70 Jahre, Begräbnisse 30 Jahre) eingesehen werden können. Der Archivbericht / Beiheft 20 listet auf den Seiten 436 und 437 die folgenden Kirchenbücher auf:

  • Sign. 8841: Gesamtkirchenbuch 1665-1776 (enthält: Taufen, Trauungen, Begräbnisse, auch Konfirmationen 1750, 1753, 1754, 1858, 1761, 1763, 1764)
  • Sign. 8842: Gesamtkirchenbuch 1776-1835 (enthält: Taufen, Trauungen, Begräbnisse, auch Konfirmationen 1778-1783, 1785-1790, 1792-1798, 1800-1802, 1804-1806, 1808) 
  • Sign. 8843 durch Neueinband geteilt in:
    • Sign. 8843/1: Taufen 1836-1913
    • Sign. 8843/2: Trauungen 1836-1886
    • Sign. 8843/3: Begräbnisse 1836-1913
  • Sign. 8844: Gesamtkirchenbuch 1914 ff (enthält: Taufen, Trauungen, Begräbnisse)
  • Sign. 8845: Trauungen 1886 ff
  • Sign. 8846: Kommunikanten 1830-1849
  • Sign. 8847: Kommunikanten 1850-1959, Lücken: 1861-1865, 1922, 1948
  • Sign. 8839: Konfirmationen im Pfarrsprengel Malchow (mit Wartenberg) 1808, 1810, 1812, 1814-1821, 1823, 1825-1881
  • Sign. 8840: Konfirmationen im Pfarrsprengel Malchow (mit Wartenberg) 1882-1947

Die Mikrofiches (nicht die Kirchenbücher) der Sign. 8841, 8842, 8843, 8846, 8847, 8839 wurden digitalisiert und sind online in Archion.

Duplikate der evangelischen Kirchenbücher

Nach dem Allgemeinen Landrecht für die Preußischen Staaten (1794) mussten Zweitschriften (Duplikate) der Kirchenbücher erstellt und jährlich an die zuständigen Gerichte eingesandt werden. Diese Vorschrift entfiel mit Einführung der Standesamtsregister am 1. Oktober 1874. Für Wartenberg war bis 1849 das Patrimonialgericht in Malchow und ab 1849 das Kreisgericht in Berlin zuständig. Die schriftliche Überlieferung beider Gerichte ist nicht bzw. nur fragmentarisch erhalten. Die Kirchenbuchduplikate von Wartenberg existieren nicht mehr.

Militärkirchenbücher

Zur Zeit der Altpreußischen Armee (1714-1806) gehörte der Kreis Niederbarnim zum Kanton[4] des Infanterie-Regiments Nr. 23, das 1714 errichtet und 1806 aufgelöst wurde.[5] Die preußische Heeresreform von 1813 ersetzte das Kantonsystem durch die allgemeine Wehrpflicht. Einer Angabe von 1937 zufolge waren im Standortpfarramt Alte Garnisonkirche in Berlin folgende Kichenbücher des Infanterie-Regiments Nr. 23 vorhanden: Taufen 1736-1809 und Trauungen 1736-1806.[5]

Diese Regimentskirchenbücher befinden sich heute im Geheimen Staatsarchiv in Berlin:[6]

  • VIII. HA MKB Nr. 324: Taufen 1736-1781
  • VIII. HA MKB Nr. 336: Taufen 1782-1809
  • VIII. HA MKB Nr. 392/1: Trauungen 1736-1781
  • VIII. HA MKB Nr. 437: Trauungen 1782-1806

Die Kirchenbücher wurden im Jahre 1936 von der Reichsstelle für Sippenforschung fotografiert, allerdings linke und rechte Seiten getrennt. Die Mikrofilme liegen heute im Sächsischen Staatsarchiv in Leipzig:[7]

  • A 5541: Trauungen 1736-1781
  • A 5541 a: Taufen 1736-1781
  • A 5542: Taufen 1782-1809
  • A 5543: Trauungen 1782-1806

Kopien dieser Mikrofilme wurden im Jahre 1984 von der "Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage" (USA) erworben. Sie sind online in Familysearch:

Drei dieser Filme sind auch online in Ancestry, Sammlung "Deutschland, ausgewählte evangelische Kirchenbücher 1567-1945":

Katholiken

Die wenigen Katholiken gehörten bis Mai 1892 zur Pfarrei St. Hedwig in Berlin, ab 1886 versehen von der Missionsstation (ab 1888 mit Hilfskirche) in Neu Weißensee. Seit 1892 zählt Wartenberg zur seinerzeit neu gebildeten Kuratie (ab 1895: Pfarrei) St. Joseph in Weißensee.[8]

Juden

Nach dem Preußischen Judenedikt von 1812 mussten die Geburten, Heiraten, Sterbefälle von Juden bei den Stadt- und Landgerichten bzw. Landratsämtern registriert werden. Ab 1849 wurden die Geburts-, Heirats-, Sterberegister der Juden bei den neu eingerichteten Kreisgerichten geführt. Die Judenregister des Kreises Niederbarnim und des Kreisgerichts in Berlin sind nicht erhalten.

Dissidenten

Das Preußische Religionspatent vom 30. März 1847 erlaubte erstmals ausdrücklich den Austritt aus der evangelischen Landeskirche. Fortan mussten die Geburten, Heiraten, Sterbefälle von Dissidenten dem jeweils zuständigen Gericht gemeldet werden. Die Dissidentenregister des Patrimonialgerichts in Malchow und des Kreisgerichts in Berlin sind nicht erhalten.

Standesamtsregister

Im Zuge des "Kulturkampf" wurden in Preußen am 1. Oktober 1874 Standesämter eingerichtet. Sie beendeten das bis dahin nach Religionen getrennt geführte Personenstandswesen. Wartenberg gehörte zunächst (ab dem 1. Oktober 1874) zum Standesamt in Falkenberg und ab dem 1. Juli 1921 zum Standesamt in Berlin-Weißensee. Die nicht mehr der gesetzlichen Schutzfrist (Geburten 110 Jahre, Heiraten 80 Jahre, Sterbefälle 30 Jahre) unterliegenden Standesamtsregister befinden sich im Landesarchiv Berlin (jüngere Jahrgänge liegen im Standesamt Lichtenberg von Berlin). Sie wurden bzw. werden sukzessive von Ancestry digitalisiert und sind online einsehbar:

Sammelakten des Standesamts in Berlin-Weißensee sind erst ab 1944 erhalten und nur vor Ort im Landesarchiv Berlin einsehbar (nicht online).


[1] Die brandenburgischen Kirchenvisitations-Abschiede und -Register des XVI und XVII. Jahrhunderts. Band 4/1: Mittlere Mittelmark. Aus dem Nachlass von Victor Herold herausgegeben von der Historischen Kommission zu Berlin. Bearbeitet von Christiane Schuchard. Berlin/Boston 2019 (=Veröffentlichungen der Historischen Kommission zu Berlin, Band 109/1), Seite 242-243

[2] Dorfkirche Wartenberg – Wikipedia

[3] Sächsisches Staatsarchiv, Bestand 21962 (Familiengeschichtliche Sammlung des Reichssippenamtes, Kirchenbücher)

[4] Zum Kantonsystem der altpreußischen Armee vgl. Kantonsystem – Wikipedia.

[5] Zum Infanterie-Regiment Nr. 23 vgl. Die Altpreußische Armee 1714-1806 und ihre Militärkirchenbücher. Bearbeitet und zusammengestellt von Alexander v. Lyncker. Berlin 1937 (=Schriftenreihe der Reichsstelle für Sippenforschung, Band 1), Seite 54-56

[6] Eger, Wolfgang: Verzeichnis der Militärkirchenbücher in der Bundesrepublik Deutschland (nach dem Stand vom 30. September 1990). Neustadt an der Aisch 1993 (=Veröffentlichungen der Arbeitsgemeinschaft der Archive und Bibliotheken der evangelischen Kirche, Band 18), Seite 108, 109, 114, 118

[7] Sächsisches Staatsarchiv, Bestand 21962 (Familiengeschichtliche Sammlung des Reichssippenamtes, Militärkirchenbücher)

[8] Die Kirchenbücher im Bezirke der General-Superintendentur Berlin und in den Kreisen Lebus und Stadt Frankfurt a. O. (General-Superintendentur der Neumark). Bearbeitet von Georg Vorberg. Leipzig 1905, Seite 222-223


Abkürzungen und Siglen

BArch: Bundesarchiv. - Best: Bestand. - BLHA: Brandenburgisches Landeshauptarchiv, Potsdam. - GStA: Geheimes Staatsarchiv, Berlin. - LGV: Landesgeschichtliche Vereinigung für die Mark Brandenburg e. V., Berlin. - RS: Rückseite. - SächsStA: Sächsisches Staatsarchiv. - Sign: Signatur. - VS: Vorderseite




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