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Ortsfamilienbuch Freren

Freren ist vermutlich in angelsächsischer Zeit aus Eschrandsiedlungen entstanden und galt ab dem 8. Jahrhundert als Mittelpunkt des Venkigaus. Hier, am Sitz des Gogerichtes, wurde die Gau- und Urpfarrkirche errichtet. Die sogenannte Taufkirche, St. Andreas, wurde zum Ausgangspunkt für die Christianisierung im Venkigau. Nur in ihr, als Mutterkirche, durfte die Taufe gespendet werden.

Um das Jahr 819 gehörte der Venkigau mitsamt der Gaukirche Freren, die um 800 errichtet wurde, zur Missionszelle Visbek und zum Bistum Münster. 855 wurde die Missionszelle dem Bistum Osnabrück einverleibt. Unter dem Einfluss des Klosters Corvey, im 10. Jahrhundert, erhielt die Kirche den Hl. Vitus als Compatron. Bis in die Mitte des 16. Jahrhunderts gehörten die Orte Settrup, Andervenne, Schale und der östliche Teil von Höhne zum Kirchspiel Freren.

Ab 1541 wurde die lutherische Kirche über die Landesfürsten eingeführt und es erfolgte ein mehrfacher Wechsel der Konfession, die sich dem jeweiligen Landesherren fügen musste. Die katholischen Geistlichen wurden vertrieben und reformierte Prediger eingesetzt. Später wendete sich die Situation erneut und die reformierten Prediger wurden vertrieben.

Die vertriebenen katholischen Geistlichen fanden im katholischen „Ausland“ Zuflucht. So etwa in Schwagsdorf im Haarschen Stammhaus und in Schale auf dem Brömmelkamp. Dort hielten sie die Messe ab und die Katholiken hielten sich an ihre Seelsorger. Sie nahmen lange und beschwerliche Wege für den sonntäglichen Gottesdienst in Kauf.

Taufen, Trauungen und Beerdigungen durften, unter Strafandrohung, nur von reformierten Predigern vorgenommen werden und wurden daher in den reformierten Kirchenbüchern eingetragen. Allerdings wurden Taufen und Trauungen vielfach im „Ausland“ von katholischen Pfarrern nachgeholt und finden sich daher auch in den von ihnen geführten Registern wieder. Auch berichtete Sterbefälle wurden so von katholischen Pfarrern festgehalten. Diese doppelte „Buchführung“ stellt oftmals, in Recherchen, eine Erleichterung dar.

Ab August 1717 erhielten die Katholiken die Erlaubnis an Sonn- und Feiertagen ihre Gottesdienste in Privathäusern abzuhalten. Ab November der gleichen Jahres wurde dann der Bau von Kirchenhäusern und Wohnhäusern für Pfarrer vom König gestattet. Nach 85jährigem strikten Verbot zum Abhalten von Gottesdiensten blieben ihnen die weiten Wege ins „Ausland“ nun erspart. 1794 erbauten die Katholiken eine Kirchenscheune die ihnen 150 Jahre als Mittelpunkt ihres Gemeindelebens diente. 1899 wurde die neue St. Vitus Kirche vom Osnabrücker Bischof Hubertus Voss eingeweiht. In der Zeit von 1984 bis 1899 wurde die dreischiffige Hallenkirche, im neugotischen Stil, durch den Osnabrücker Baumeister Behnes und Frerener Handwerker errichtet.

Das Dorf Freren wurde mit Wirkung zum 1. Januar 1724 aus fiskalischen Gründen durch den preußischen König zur Stadt erhoben. Nur langsam entwickelte sich ein städtischer Charakter. 1851 verlor Freren die Stadtrechte auf Grund der geringen Einwohnerzahl. Die vorgeschriebene Mindesteinwohnerzahl wurde nicht erreicht.

Freren blieb ein typisches Dienstleistungszentrum für das Umland. Bedeutung erlangte der Ort im Bereich der Verwaltung. So stellte Freren fast durch das gesamte 19. Jahrhundert hindurch das administrative Zentrum des östlichen Teils der Grafschaft Lingen dar. 1808 wurde Freren Vorort des von den Franzosen gebildeten Kantons Freren und später des Hannoverschen Amtes Freren. 1832 wurden die Amtsgebäude an der Mühlenstraße fertiggestellt. Das Amtsgericht wurde 1852 eingerichtet und das staatliche Forstamt befand sich seit 1823 in Freren.

Die Industrialisierung, von der im 19. Jahrhundert viele Orte einen enormen Aufschwung erlebten, hatte wenig Einfluss auf Freren. Der 1879 eröffnete Eisenbahnanschluss diente hauptsächlich für den Personenverkehr und als Umschlagplatz des Landhandels.

Die Stadtrechte erlangte Freren erst im Jahre 1950, nach mehreren Bemühungen, erneut.

Quelle: Fritze 1994, Freren kleine Stadt im Emsland

Benutzte Quellen:

Kirchenbücher der kath. St. Vitus Gemeinde:

  • Taufen 1832 bis 1900
  • Heiraten 1832 bis 1920
  • Beerdigungen 1832 bis 1920
Kirchenbücher der kath. St. Andreas Gemeinde (Abpfarrung von der St. Vitus Gemeinde):
  • Heiraten 1911 bis 1920
  • Beerdigungen 1911 bis 1920



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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Manfred Büter