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Ortsfamilienbuch Frohnhofen

Ortsteil der Gemeinde Reichelsheim (Odenwald) (PLZ 64385)

Dieses Online-Familienbuch umfasst den Reichelsheimer Ortsteil Frohnhofen. Grundlage ist der Teil FH des „Familienbuch Reichelsheim 1643–1875“ von Heiner Wolf. Dieser hat Ergänzungen eingearbeitet und die Familien weiter erfasst, bis an die Datenschutzgrenze.

Frohnhofen liegt oberhalb der Straße aus Reichelsheim heraus Richtung Reinheim und unterhalb des Leimbergfriedhofes, der zur Gemarkung gehört.

Leimbergfriedhof (Foto: Andreas Stephan)
Leimbergfriedhof (Foto: Andreas Stephan)

Geschichte

Die älteste erhaltene Erwähnung des Ortes stammt von 1307, als Eberhard Schenk von Erbach und Eberhard Rauch, Schenk Johannes Sohn, sich über den gemeinschaftlichen Besitz der „Burg Richenburg“ und der dazugehörigen Güter verglichen.[3] In erhaltenen Urkunden wurde Frohnhofen unter den folgenden Ortsnamen erwähnt (in Klammern das Jahr der Erwähnung)[4]:
Fronhoffen (1307)
Vronhoue (1321)
Fronehoven (1324)
Fronhofen (1443) und
Fronhoffen (16. Jahrhundert).

Frohnhofen gehörte zum Amt Reichenberg der Grafschaft Erbach, die 1806 zum Großherzogtum Hessen kam.

Quellen dieses OFBs:

Die Hauptquelle dieses OFBs sind die Kirchenbücher von Reichelsheim bis 1875 auf Grundlage folgender Auswertungen:

  • Kirchenbuchs von Reichelsheim durch Ruth Prager aus Darmstadt,
  • Erfassungen der Kirchenbücher von Herbert Koschorrek aus Wetter a. d. Ruhr
  • Karteien von dem verstorbenen Gunnar Kohl aus Reichelsheim.
  • „Der Weiler Frohnhofen bei Reichelsheim im Odenwald – Seine Geschichte und Geschichten, seine Höfe und deren Bewohner“ von Erika Hörr

Des Weiteren flossen Auswertungen von Bevölkerungslisten zu Reichelsheim aus dem Staatsarchiv Darmstadt ein.

Die Kirchenbücher der Pfarrei beginnen 1643 mit Taufen. Ab 1655 sind auch die Heiraten und ab 1694 die Beerdigungen verzeichnet.

Pfarrkirche Michaelskirche (Stadtkirche)

Bereits vor der Reformation war Reichelsheim Pfarrort und hatte von alters her ein Gotteshaus. Der Geschichte der Michaelisgemeinde ist zu entnehmen: „Die Pfarrei Reichelsheim, welche beinahe die ganze Zent umfasste, gehörte wie die anderen Kirchen im Plumgau auch dem St. Peter- und Alexanderstift zu Aschaffenburg und zum Landkapitel Muntad. Die Schenken von Erbach hatten hier seit Ende des 14. Jahrhunderts das Patronatsrecht, das sie von der Pfalz zu Lehen trugen. Noch heute besteht das Patronat des Grafen von Erbach für die beiden Reichelsheimer Pfarreien.“
Im Jahre 1539 wurde die Reformation in der Grafschaft umgesetzt und in der Folge wurde die Michaeliskirche zu einem lutherischen Gotteshaus. Damals sah die Kirche noch anders aus. In Lucks „Versuch einer Reformations- und Kirchen-Geschichte der Grafschaft Erbach und der Herrschaft Breuberg“ aus dem Jahre 1772 ist zu lesen:
„Die Kirche ist 1717 dermassen repariert, oder besser zu sagen neu gebaut worden, wie sie itzo steht.“

Friedhof

Als der Kirchhof zu Reichelsheim zu klein wurde für die ganze Pfarrei, wurde 1539 ein Höhenfriedhof oberhalb von Frohnhofen und Unter-Ostern auf dem Leinberg angelegt und seit 1541 belegt. Über die Jahre hat sich der Namen in „Leimbergfriedhof“ gewandelt.

Die Grabsteine des Leimbergfriedhof sind im Grabsteinprojekt der Compgen erfasst: Leimbergfriedhof Reichelsheim (Odenwaldkreis)

Quellen:
- Wolf, Heiner: „Familienbuch Reichelsheim 1643–1875“, Otzberg, GENDI-Verlag 2018
- „Frohnhofen (Reichelsheim)“ in: Wikipedia https://de.wikipedia.org/wiki/Frohnhofen_(Reichelsheim) (Stand:20.03.2023)
- Kulturdenkmale in Hessen (https://denkxweb.denkmalpflege-hessen.de/objekte/)




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heiner Wolf