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Familiendatenbank Scharenstetten

Scharenstetten ist seit 1975 ein Ortsteil der Gemeinde Dornstadt im Alb-Donau-Kreis, Baden-Württemberg. Vom Hauptort ist es in nordwestlicher Richtung gelegen, ca. 8 km entfernt. Mit seiner Lage von über 700 Metern ist es der höchstgelegene Ort auf der Ulmer Alb. Das malerische Dorf mit seinem markanten Kirchturm und seinem Wasserturm ist sowohl von der Autobahn A8 als auch von der Bundesstraße 10 aus sehr schön zu sehen.

Erstmalig urkundlich erwähnt wurde Scharenstetten 1260 mit Friderico de Scarenstetten. Der Namensform nach ist die Siedlung in der frühmittelalterlichen Ausbauzeit (500-1000 n.Chr.) auf relativ ungünstigem Boden auf der Kuppenalb entstanden.

Die Herren von Scharenstetten standen in Diensten der Herren von Helfenstein. Im Jahre 1382 verpfändeten die Brüder Conrad und Friedrich von Helfenstein ihre Grafschaft an die Freie Reichsstadt Ulm. Anno 1396, dem Contractende, fiel Scharenstetten der Ulmer Herrschaft zu. Mit Ulm wurde die Gemeinde 1531 reformiert und damit der neue Glaube angenommen. Die heute evangelische Laurentius-Kirche wird schon 1275 als Pfarrkirche erwähnt. Sie birgt mit einem herrlichen Flügelaltar aus der Werkstatt von Hans Multscher ein Kleinod der Ulmer Schule, das um 1450 entstand und 1760 aus der Materialkammer des Ulmer Münsters nach Scharenstetten kam.

Mit der Nennung eines "Schultheißen" 1373 ist Scharenstetten auch als politische Gemeinde sehr früh urkundlich erwähnt. Die Bevölkerungszahlen entwickelten sich von 200 Einwohnern im Spätmittelalter bis zu 550 im 19.Jahrhundert auf 820 Personen im Jahr 2019.

Über Jahrhunderte hinweg war Scharenstetten ein reines Bauerndorf, das sich selbst versorgte. Die ortsansässigen Seldner übten neben der Landwirtschaft alle nötigen Handwerke aus. Es gab Hafner, Schmiede, Schneider, Schreiner, Schuster, Strohschneider, Wagner und Ziegler.

Auch ein Pfeifenmacher und ein Spindeldreher sind genannt. Für das leibliche Wohl sorgten Bäcker und Metzger. In vier Gasthäusern und bei einem Schankwirt wurden noch vor 150 Jahren die 550 Einwohner bewirtet.

In Scharenstetten hatte der Ulmer Amtmann, der zugleich für drei weitere Dörfer zuständig war, seinen Sitz. Ebenso wurde ein großer Waldbezirk von Scharenstetten aus durch einen ulmischen Förster verwaltet. Nach 1772 wurde das Amt Scharenstetten dem Amtmann von Bermaringen unterstellt. Damit war die Vormachtstellung des Dorfes in der Region zu Ende. Während der Napoleonischen Kriege fiel 1802 die ganze Ulmer Herrschaft kurzzeitig an das Kurfürstentum Bayern um dann 1810 endgültig an das 1806 zum Königreich erhobene Herzogtum Württemberg zu gelangen.

Scharenstetten gehörte nun in den Verwaltungsbereich des königlichen Oberamts Blaubeuren. 1938 kam es zum Landkreis Ulm und seit 1975 ist Scharenstetten ein Ortsteil von Dornstadt.

Erst im Zuge des 2. Weltkriegs kamen mit Flüchtlingen und Vertriebenen auch katholische Familien in den bis dahin rein evangelischen Ort. Sie gehörten von Anfang an zur Kirchengemeinde Maria Himmelfahrt in Tomerdingen und machen heute in Scharenstetten einen Bevölkerungsanteil von 10 bis 15 Prozent aus.

Das vorliegende Ortsfamilienbuch basiert auf einer von der Gemeinde Dornstadt 2010 herausgegebenen gedruckten Ausgabe. Verfasser des genealogischen Teils des Buches waren die Seniorstudenten beim "Zentrum für allgemeine wissenschaftliche Weiterbildung" der Universität Ulm unter der Leitung von PD Dr.Horst Schmidt Ulrich Binder, Diethelm Gerstenlauer, Heinz Görlich, Elisabeth Lenhart, Inge Simon und Karl Fassbinder, der auch die späteren Korrekturen und Ergänzungen eingearbeitet hat.

Ulm, im Januar 2021




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Karl Fassbinder