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Ortsfamilienbuch Ueberau

Ortsteil der Stadt Reinheim in Hessen (PLZ 64354)

Bild: Kirche von Ueberau
(Domjtri, CC BY-SA 4.0 , via Wikimedia Commons)

Geschichte

Die früheste erhalten gebliebene Erwähnung von Ueberau findet sich in einer Urkunde des Grafen Eberhard I. von Katzenelnbogen vom 24. Juli 1305 mit dem Namen „Ubera“ und bedeutet wahrscheinlich „Obere Aue“ oder „Über der Aue“ (den Seewiesen). Vorgeschichtliche Funde vorwiegend im Gewann „Im Sand“ lassen vermuten, dass das Gebiet schon vor ca. 5000 Jahren besiedelt war. An der Stelle des zu Ueberau gehörenden Ortsteils Hundertmorgen bestand eine römische Siedlung, wie sich ebenfalls aus Bodenfunden schließen lässt.

Dass Ueberau noch älter als die im Jahre 2005 gefeierten 700 Jahre ist, beweisen Aussagen in einer Urkunde von 1316 und Untersuchungen an den ältesten Teilen der Kirche, die bestätigen, dass diese aus dem ausgehenden 12. Jahrhundert stammen.

Mit der Grafschaft Katzenelnbogen fiel Ueberau 1479 an die Landgrafschaft Hessen und so wurde auch hier 1527 die Reformation eingeführt. Am Ende des dreißigjährigen Krieges war der Ort fast ausgestorben und nur noch der Name Ramge blieb übrig. Später wurden auch Einwanderer aus der Schweiz angesiedelt, wie die heute noch vorhandenen Namen Egly, Schönberger, Stuckert und Schuchmann beweisen.

Am 28. Februar1862 trennt sich das Dorf Ueberau von Reinheim und wird eigenständig. Am 31. Dezember 1971 schließt sich Ueberau im Rahmen der Gebietsreform in Hessen freiwillig wieder Reinheim an.

Historische Namensformen:

  • Obernahe (1316)
  • Vberahe (1316)
  • Ubera (1318)
  • Vberawe (1326)
  • Vbira (1330)
  • Wberahe (1336)
  • Oberahe (um 1550)
  • Vberaw (1620)
  • Iberaw (1625)

Einwohnerstatistik:
1749: 249 Einwohner
1829: 664 Einwohner
1939: 1120 Einwohner
1961: 1531 Einwohner
1970: 1817 Einwohner

Verwendete Kirchenbücher:

Seit der Reformation war die Pfarrei lutherisch. Die Kirchenbücher von Reinheim enthalten Taufen und Trauungen ab 1575 und Sterbeeinträge ab 1594. Wichtig sind die handschriftlichen Familienbücher Ueberaus aus den Jahren 1765 und 1831. Ab 1831 werden in Ueberau eigene Kirchenbücher geführt.

Das OFB Ueberau entstand aus Aufzeichnungen der Familienforscher

  • Helmut Ramge aus Spachbrücken (* 06.03.1922 + 12.04.2013)
  • Willi Stuckert aus Reinheim (* 21.09.1924 + 24.08.2023)
  • Abschriften des Familienbuchs Ueberau von Pfarrer Zickwolf aus dem Jahre 1765 und von Pfarrer Förster von 1831. Mit den Familienbüchern ist erstmals die Trennung zwischen Reinheimer und Ueberauer Familien möglich, denn vorher sind alle „zu Reinheim“ genannt worden.

1635 war Ueberau unbewohnt und alle Überlebenden aus Ueberau hielten sich in Reinheim auf. Bis zur Eigenständigkeit von Ueberau wurde es auch selten in den Kirchenbüchern erwähnt. Eine schwierige Aufgabe, die Personen nach Geburtsorten zu erfassen und auszuwerten, deshalb werden sich wohl auch Reinheimer Personen in diesem Ortsfamilienbuch finden.

Pfarrkirche

Die Kirche ist im Ursprung romanisch und wird auf um 1200 geschätzt. Erste urkundliche Erwähnungen werden auf 1316 und 1399 datiert. Um 1650 wurde die Kirche weitgehend Abgerissen und neu errichtet. In der Nordwand wurden 1939 zwei Grabdenkmäler eingemauert, 80 cm x 183 cm groß, die ein adliges ortsansässiges Ehepaar Sinolt zeigen (in den dreißiger Jahren des 15. Jahrhunderts verstorben).

Friedhof

Die Grabsteine des Friedhofs Uerberau sind im Grabsteinprojekt der CompGen erfasst: Friedhof Ueberau (Reinheim)

Quellen:

- „Ueberau, Landkreis Darmstadt-Dieburg“, in: Historisches Ortslexikon (Stand: 16.7.2014)
- „Ueberau“ in: Wikipedia (Stand: 24.03.2016)
- „Ueberau“, private Homepage: (Stand: 24.03.2016)
- „Kirchenbücher und Standesregister für alle Wohnplätze im Land Hessen (1939)“ in GenWiki <https://wiki.genealogy.net/Kirchenbücher_und_Standesregister_für_alle_Wohnplätze_im_Land_Hessen_(1939)/141>




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Fragen zu den Daten, Ergänzungen und Korrekturen bitte an den Bearbeiter dieses Ortsfamilienbuches:
Heiner Wolf