|
|
|
Ortsfamilienbuch Zäckerick (Neumark)Bildausschnitt aus Mapire Ortsfamilienbuch Zäckerick (Neumark)Zäckerick auch Czekeritz*, heute Siekierki. Der Name ist slawischen Ursprungs und bedeutet "Ort hinter den kleinen Hügeln". Das Dorf war schon sehr früh besiedelt, wie zahlreiche Funde aus der mittleren und jüngeren Bronzezeit (800-1500 vor Christus) beweisen. Das Dorf liegt direkt am Ostufer der Oder, gegenüber der deutschen Gemeinde Neurüdnitz im Oderbruch. Erstmals wird das Dorf 1355 erwähnt, als es an das Kloster Zehden verliehen wird. Dort werden 14 slawische und 1 deutscher Kossät (Kleinbauer oder Häusler) erwähnt. 1432 war das Fischerdorf im Besitz der Familie "von Gustebis". Nach der Verpfändung 1448 an die Familie "von Bredow" ging es am 7.Januar 1466 durch den Kurfürsten Friedrich II an die Johanniter und wird Ordensgut des Markgrafen Karl von Schwedt, welcher Herrenmeister des Johanniterordens war und welcher auch Güstebiese besaß. Im Amtsbuch "Grüneberg von 1625" sind folgende Personen erwähnt:
1665 gab es 23 Fischer, 6 Kossäte, 5 Neubüdner und 1718 waren es schon 26 Fischer. Nach dem Tod des Markgrafen wurde Prinz August Ferdinand, Sohn des Königs Friedrich Wilhelm I. von Preußen (1688–1740), Herrenmeister des Ordens. Die vielen Brände zerstörten Scheunen, Wohnhäuser und Ställe. 1940 kam das Hochwasser, 1945 der Krieg und 1947 nochmals das Hochwasser, sodass man nichts mehr von den alten Häusern vorfindet. Seit 1383 bis 1571 gehörte Zäckerick zum Landkreis Königsberg Neumark, dann von 1571 bis 1816 zum Regierungsbezirk Frankfurt / Oder der Provinz Brandenburg-Preußen, Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde es unter polnische Verwaltung gestellt und in Siekierki umbenannt und gehört zur Gemeinde Cedynia im Powiat Gryfiński, der Województwo Zachodniopomorskie in Polen. Die Siedlung besteht heute aus verstreuten Häusern, die sich über die Landschaft erstrecken und so den ruhigen Eindruck einer ländlichen Gemeinde in dieser Grenzregion vermitteln. Quellen:
Ein Dankeschön auch an Astrid Hinsch für manchen Hinweis. Hinweis: Ein Kossät (auch Kötter, Kotsass) war ein historischer Kleinbauer oder Häusler (ab dem 14. Jh.) im östlichen Deutschland, der eine Kate und wenig Land besaß. Als Gegenleistung für Haus und Land leistete er dem Grundherrn Hand- und Spanndienste sowie Abgaben. Sie rangierten sozial unter den Vollhufnern, oft als Handwerker. |
| |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
Letzter Stand Ortsfamilienbuch Zäckerick (Neumark): 17.04.2026 Dieses Werk ist lizenziert unter einer Creative Commons - Namensnennung - Nicht kommerziell - Weitergabe unter gleichen Bedingungen 4.0 International Lizenz
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||